Mit sage und schreibe 9:2 schießt der SVI den AC Italia Markgröningen ab. Bereits zur Pause ist das Spiel entschieden. Herrliche Kombinationen und Traumtore wechseln sich dabei ab. Sogar eine verunglückte Flanke landet im Netz.

Mit einer Gala-Vorstellung hat sich der SV Iptingen ins Finale um den Aufstieg in die Fußball-Kreisliga A 3 geschossen. Im Relegationshalbfinale deklassierte der Tabellenzweite der Kreisliga B 6 den AC Italia Markgröningen mit 9:2 (6:1).

Die Grün-Weißen legten los wie die Feuerwehr. Bereits nach knapp 40 Sekunden köpfte Adrian Schrodt eine Flanke von Matthias Knapp an die Latte. Ein erstes Raunen ging durchs Publikum. Es dauerte jedoch nur fünf Minuten, da lag die Kugel zum ersten Mal im Netz. Knapp kämpfte sich auf der linken Seite durch, legte quer und Max Schneider schob aus fünf Metern ein (5. Minute). Von Markgröningen kam gar nichts. Viele lange Bälle prägten das Spiel der Italiener – kontrollierter Spielaufbau war Fehlanzeige. Die Iptinger Chancen häuften sich. Einen Schuss von Bastian Werthwein konnte Markgröningens Keeper Giuseppe Liotta gerade noch halten, der Nachschuss von Schneider wurde abgeblockt. Kurz darauf köpfte Knapp das Leder nach einem Eckball knapp vorbei. Auch Lukas Wolff traf nur das Außennetz.

Gegen Mitte der ersten Halbzeit trifft Iptingen im Minutentakt

Dann zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Matthias Knapp war gefoult worden. Mit dem Strafstoß scheiterte Werthwein an Liotta, den Nachschuss versenkte aber Adrian Schrodt (20.). Nur zwei Minuten später durfte auch Werthwein jubeln. Nach einer Hereingabe von Wolff hatte er keine Probleme (22.). Die Iptinger spielten wie aus einem Guss. Das nötigte auch Stephan Güttler ein Lob ab. „Das war eine überragende Mannschaftsleistung – auch wie die Tore zustande gekommen sind“, freut sich der Trainer des SVI. „Da geht mir als Trainer das Herz auf. Ich nenne das immer gerne den Königspass, wenn man vor dem Tor nochmal quer legt“, fügt Güttler hinzu.

Seine Mannschaft blieb auf dem Tempoknopf. Werthwein bediente Wolff – 4:0 (25.). Markgröningen wirkte in dieser Phase völlig überfordert und durfte sich bei Keeper Liotta bedanken, dass der Rückstand nicht noch größer wurde. Einen Schuss von Alexander Huber aus zehn Metern parierte der Keeper glänzend. Es schien jedoch alles zu klappen. Werthwein setzte sich auf der rechten Seite durch und wollte eine Flanke schlagen. Diese wurde jedoch lang und länge rund segelte in die lange Ecke (31.).

Es folgten das Anspiel und ein viel zur kurzer Rückpass der Italiener. Diesen erlief Benjamin Rapp und schob zum 6:0 ein (32.). Nur eine Minute später dann der erste Torschuss der Markgröninger. Nach einem Eckball landete der Ball im Rückraum und von dort traf Mariano Celentano volley und sehenswert zum Anschluss (33.). An der Dynamik des Spiels änderte sich aber nichts. Iptingen dominierte nach Belieben. Bis zur Pause tat sich jedoch nichts mehr. Der SVI hatte nur noch eine Chance, doch diese vergab Werthwein im Eins-gegen-Eins.

Nach der Pause schont der SVI die Kräfte, trifft aber trotzdem noch drei Mal

Im zweiten Durchgang fehlte der Begegnung das Tempo aus der ersten Halbzeit, denoch war Iptingen klar besser. Nach 49 Minuten besorgte der starke und äußerst umtriebige Knapp das 7:1. Immerhin meldete auch Markgröningen diesmal Ambitionen an. Der Distanzschuss von Angelo Giunta sorgte für den zweiten Ehrentreffer (57.). Ein Leistungsabfall war bei Iptingen aber nicht nur bemerken. „Die Jungs waren gut eingestellt und haben unter der Woche sehr gut trainiert“, berichtet Güttler. Den Fokus hatte sein Team bis zum Anpfiff halten können. „Das Team war hungrig. Das hat man in der Kabine gemerkt, dass da eine ganz andere Stimmung war“, sagt der Übungsleiter.

Auch in der Folgezeit wurden die Zuschauer mit Traumtoren verwöhnt. Schneider stellte den alten Abstand wieder her, indem er mit einem herrlichen Lupfer traf (69.). Sieben Minuten später war Knapp zur Stelle und erzielte Tor Nummer neun (76.). „Wir haben heute mit einfachem Fußball sehr zielstrebig und erfolgreich gespielt“, lobt Güttler, der sein Team in der nächsten Woche am Montag und am Mittwoch trainieren lässt, um dann für das Relegationsfinale am Freitag bestens vorbereitet zu sein.

Bericht der VKZ am 14.06.2026